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Tannenbusch

ist ein Ortsteil der Stadt Bonn im Stadtbezirk Bonn im Land Nordrhein-Westfalen mit insgesamt ca. 16.100 Einwohnern.

Es wird zwischen den Siedlungsbereichen Alt-Tannenbusch und Neu-Tannenbusch unterschieden.

Alt-Tannenbusch

Tannenbusch ist eine Siedlung am nordwestlichen Stadtrand von Bonn, die in drei Zeitabschnitten entstand. Nach dem Schützenhof entstand in der Zwischenkriegszeit die „Vogelsiedlung“ und in den ersten Nachkriegsjahren die HICOG-Siedlung an der Straße „Im Tannenbusch“. Alt-Tannenbusch gruppiert sich um eine Binnendüne, die zwar als Naturschutzgebiet ausgewiesen ist, aber mittlerweile durch dichten Bewuchs kaum noch als solche erkennbar ist. Zu den Bewohnern der Düne zählt eine Kolonie von freilebenden Halsbandsittichen.

2009 lebten in Alt-Tannenbusch ca. 6.100 Menschen. Zentraler Einkaufspunkt ist der Paulusplatz. An diesem befindet sich auch die namensgebende katholische Kirche St. Paulus, die zu einem Pfarrverband aus den Gemeinden Alt- und Neu-Tannenbusch, Dransdorf, Lessenich, Buschdorf, Auerberg, Graurheindorf und (äußere) Nordstadt gehört. Wenige Meter westlich, am Lievelingsweg, steht die evangelische Apostelkirche. Die Gemeinde umfasst Alt-, Neu-Tannenbusch und Dransdorf.

Neu-Tannenbusch

Neu-Tannenbusch ist eine geplante Großsiedlung (Trabantenstadt), die Anfang der 1970er-Jahre als Reaktion auf die damals herrschende Wohnungsnot entstand.

Die Siedlung folgt dem damaligen „Ideal modernen Wohnens“. So finden sich ausgeprägte Wohnbereiche mit dichter Bebauung (Geschosswohnungsbau), breite, autogerechte Straßen mit vielen Parkmöglichkeiten und einer zentralen Abfallsauganlage, die allerdings von Anfang an mit erheblichen technischen Problemen zu kämpfen hatte und mittlerweile zurückgebaut wurde. Daneben findet sich ein großer Bereich mit Reihenhäusern und Grünflächen. Räumlich davon getrennt befinden sich ein großes Einkaufszentrum und soziale Einrichtungen.
Häuser der amerikanischen HICOG-Siedlung zwischen Alt- und Neu-Tannenbusch

Am nördlichen Rand geht Tannenbusch in den „Grünzug Nord“ über, einem Naherholungsgebiet mit Freiflächen, einem See, Spielplätzen und einer kleinen Freilichtbühne. In Neu-Tannenbusch finden sich neben Kindergärten und Grundschulen noch eine Gesamtschule (Bertolt-Brecht-Gesamtschule) sowie ein Schulzentrum mit Realschule (Freiherr-vom-Stein-Realschule) und Gymnasium (Tannenbusch-Gymnasium), welches sich durch die beiden wählbaren Schwerpunkte Musik und Sport auszeichnet.

An der Grenze zwischen Neu- und Alt-Tannenbusch ist der FC Tannenbusch angesiedelt, der die Sportanlage „An der Düne“ nutzt und eine intensive Jugendarbeit insbesondere in der Sportart Fußball betreibt. Ein markantes Gebäudes ist das Gustav-Heinemann-Haus, eine Modelleinrichtung für Rehabilitationsmaßnahmen mit einer Reihe unterschiedlicher Zentren. An einigen Tagen in der Woche ist das hauseigene Schwimmbad für die Allgemeinheit geöffnet.

Für den Bau von Neu-Tannenbusch wurde die Trasse der Rheinuferbahn auf mehreren Kilometern verlegt und in einem Einschnitt durch die neue Siedlung geführt. Heute fahren dort die Bonner Stadtbahnlinien 63 und 16. Die Straßen in Neu-Tannenbusch sind fast ausschließlich nach Orten und Landschaften in ehemals deutschen Ostgebieten und der damaligen DDR benannt (z. B. Schlesienstraße, Oppelner Straße, Westpreußenstraße).

Die katholische Kirche in Neu-Tannenbusch ist St. Thomas Morus, welche zu dem selben Pfarrverband gehört wie St. Paulus in Alt-Tannenbusch. Die evangelischen Christen gehören zusammen mit jenen aus Dransdorf zur Gemeinde der Apostelkirche in Alt-Tannenbusch.

Quelle: Wikipedia