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Bonn - Am Dienstag, dem 17.09.2013 gegen 12.00 Uhr, wurde ein Seniorenehepaar in ihrer Wohnung in Bonn-Tannenbusch, Oppelner Straße, durch zwei tatverdächtige Frauen bestohlen. Die beiden Tatverdächtigen erbeuteten eine größere Summe Bargeld.

Gegen 12.00 Uhr des gestrigen Tages kehrte ein 88-jähriger Mann in seine Wohnung in einem Mehrfamilienhaus in Tannenbusch zurück. Vor der Tür wurde er von einer, ihm unbekannten, Frau angesprochen. Unter dem Vorwand eine Freundin besuchen zu wollen, fragte sie, ob sie mit ins Haus gehen könnte. Der Hausbewohner gestattete der Fremden mit in das Haus zu gehen. An der Wohnung des Mannes fragte die Frau nach Papier und Stift. Da sie aber angeblich nicht schreiben könne, bat sie den Senior, ein paar Zeilen für sie zu schreiben. Während des Schreibens bemerkte der 88-Jährige, dass eine weitere Frau in die Wohnung kam. Im Schlafzimmer befand sich die 84-jährige Ehefrau. Trotz deren Anwesenheit durchsuchte die zweite Tatverdächtige den Nachtschrank. Die im Bett liegende Frau versuchte aufzustehen, wurde jedoch von der Tatverdächtigen auf das Bett gedrückt. Danach verließen beide Frauen die Wohnung und entfernten sich in unbekannte Richtung. Wenig später bemerkten die beiden Senioren, dass eine größere Summe Bargeld fehlte, die offensichtlich von einer der beiden Frauen gefunden wurde.

Die fremden Frauen werden wie folgt beschrieben: Die Jüngere soll ca. 40 Jahre alt sein, ihre Begleiterin ca. 60 Jahre. Die Größe wird mit ca. 1,65 Meter angegeben. Beide Frauen sollen kräftig gewesen sein, die Haare wären blond gefärbt gewesen. Eine Tatverdächtige trug einen Rock, die andere ein gelbes Oberteil und eine graue Hose.

Das zuständige Kommissariat der Bonner Polizei hat die Ermittlungen übernommen und bittet um Hinweise aus der Bevölkerung. Wer hat am Dienstag, dem 17.09.2013 gegen 12.00 Uhr, im Bereich der Oppelner Straße 61 - 71, verdächtige Personen, auf die diese Beschreibung zutrifft, gesehen und kann Angaben zu deren Verhalten oder mitgeführten Fahrzeugen machen? Hinweise nimmt die Polizei unter der Telefonnummer 0228/15-0 entgegen.

In diesem Zusammenhang rät die Polizei:

Trickdiebstahl in Wohnungen ist nach dem Taschendiebstahl auf der Straße die vermutlich häufigste Straftat, von der ältere Menschen betroffen sein können. Es ist verstärkt zu beobachten, dass Tricktäterinnen und Tricktäter vermehrt auch Seniorenwohnhäuser und -wohnanlagen aufsuchen, in denen es keine Pförtnerdienste gibt, die eine Hemmschwelle darstellen können. Dort, aber auch bei anderen Wohnformen täuschen die Täter ihre Opfer, um sich Zutritt zur Wohnung zu verschaffen und zu stehlen. Alle bekannten Täter-Arbeitsweisen lassen sich auf drei Grundmuster zurückführen: das Vortäuschen einer Notlage, die scheinbar eine Hilfeleistung oder Unterstützung durch das Opfer in der Wohnung erfordert. das Vortäuschen einer offiziellen Funktion, die den Täter vermeintlich zum Betreten der Wohnung berechtigt. das Vortäuschen einer persönlichen Beziehung zum Opfer, die eine Einladung zum Betreten der Wohnung nahe legt. Opfer der zumeist nichtdeutschen Täterinnen und Täter sind fast ausschließlich ältere, teils hoch betagte Menschen. Beim Trickdiebstahl an der Haustür werden viele Maschen angewandt. Z.B. Der Papier- und Bleistift-Trick: Täter oder Täterinnen wollen für angeblich nicht angetroffene Nachbarn eine Nachricht hinterlassen. Dazu fragen sie nach Schreibzeug sowie Papier und drängen auf eine Schreibunterlage in der Wohnung oder bitten das Opfer, die Nachricht selbst zu verfassen. Für Trickdiebinnen und Trickdiebe, die in Wohnungen aktiv werden, gibt es nur ein einziges ernsthaftes Hindernis, das sie überwinden müssen, um zum Erfolg zu kommen: die gesperrte oder geschlossene Wohnungstür. Daher sollten Sie zum Schutz vor Trickdieben folgende Ratschläge beherzigen. Lassen Sie keine Fremden in die Wohnung! Sehen Sie sich Besucher vor dem Öffnen durch den Türspion oder mit einem Blick aus dem Fenster an und machen Sie von Ihrer Türsprechanlage Gebrauch. Öffnen Sie die Wohnungstür niemals sofort - legen Sie immer Sperrbügel oder Sicherheitskette an. Ziehen Sie telefonisch eine Nachbarin oder einen Nachbarn hinzu, wenn unbekannte Besucher vor der Tür stehen, oder bestellen Sie die Besucher zu einem späteren Termin, wenn eine Vertrauensperson anwesend ist. Überlegen Sie bei angeblicher hilfebedürftiger Lage von Fremden an der Tür (Beispiel: Bitte um Schreibzeug oder um ein Glas Wasser): Woher sollte der Nachbar die Besucher wirklich kennen? Warum wenden sich die Besucher im Notfall nicht an eine Apotheke, eine Gaststätte oder ein Geschäft, sondern an eine (abgelegene) Privatwohnung? Machen Sie bei hilfebedürftiger Lage von Fremden an der Tür das Angebot, selbst nach Hilfe zu telefonieren oder das Gewünschte (Schreibzeug, Glas Wasser etc.) hinauszureichen, und halten Sie dabei die Tür geschlossen. Fordern Sie von Amtspersonen immer den Dienstausweis und prüfen Sie ihn sorgfältig (nach Druck, Foto und Stempel). Sorgen Sie dazu für gute Beleuchtung und benutzen Sie, wenn nötig, eine Sehhilfe. Rufen Sie beim geringsten Zweifel bei der Behörde an. Suchen Sie dazu die Telefonnummer selbst heraus und ziehen Sie telefonisch eine Nachbarin oder einen Nachbarn hinzu. Lassen Sie Handwerker nur dann herein, wenn Sie sie selbst bestellt haben oder wenn sie von der Hausverwaltung angekündigt worden sind. Nehmen Sie nichts für Nachbarn ohne deren Ankündigung oder Auftrag entgegen. Wehren Sie sich gegen zudringliche Besucher notfalls auch energisch. Sprechen Sie sie laut an und rufen Sie um Hilfe. Pflegen Sie Kontakt zu älteren Mitbewohnerinnen und Mitbewohnern. Machen Sie ihnen das Angebot, bei fremden Besuchern an der Wohnungstür zur Sicherheit hinzuzukommen, und übergeben Sie für solche Fälle die eigene Telefonnummer.